Project

DE I EN

Projektende

Allen Sponsoren, Administrationen und Helfern herzlichsten Dank!

Die interaktive Installation UND ENDLICH ist in Betrieb
Zeitdilatation am Schweizer Julierpass

Mit 3 Wochen Verzögerung wegen brütender Turmfalken ging es am 14. August los: Eine Karawane mit Freiwilligen und Technikern aus der Schweiz und Deutschland inklusive dreier Pferde trug die notwendigen Einzelteile von der Passstraße hinauf auf 2.650 m zum Felsentor. Das Künstlerduo GÆG (Thomas Huber und Wolfgang Aichner) und weitere professionelle Helfer bauten in den nächsten Tagen das Uhrobjekt zusammen und hängten es in das Felsentor unterhalb der Fuorcla digl Leget am Julierpass. Es war aufwendig und aufregend, hat aber alles gut geklappt!
Seit Donnerstag, 19. August ist die Uhr nun für die Öffentlichkeit sichtbar. Nach einer wunderschönen Wanderung an Bach und Wasserfall vorbei durch eine Hochebene mit Murmeltieren gelangt man ins felsige Gebiet des ehemaligen Tiefseebodens der Thetys und zum Felsentor (beschilderter Abstecher vom Wanderweg). Sie sehen dann, was mit der Zeit passiert…

Installationsdauer: 19. August – 23. September 2021
Ort: Unterhalb vom Fuorcla digl Leget, Julierpass, Graubünden, Schweiz

UND ENDLICH. Eine Installation am Schweizer Julierpass zum Thema Zeit
Ein Projekt des Künstlerduos GÆG (Wolfgang Aichner und Thomas Huber), Kuratorin: Sibylle Omlin


Ab dem 14. August 2021 montierte das Künstlerduo GÆG (Wolfgang Aichner und Thomas Huber) am Fuorcla digl Leget, einem wildromantischen Felsentor unweit vom Julierpass, eine große Uhr in die Felsöffnung. Die Menschen, die sich ihr nähern, erleben etwas, was normalerweise nicht erlebbar ist: erst die Verlangsamung und dann den Stillstand der Zeit.

Mit Humor und umsichtiger Planung geht das Künstlerduo GÆG seine Projekte an und scheut dabei keine Mühen und Wege. Das Künstlerkollektiv GÆG (global aesthetic genetics), gegründet 2005 von den Münchner Künstlern Wolfgang Aichner und Thomas Huber, entwickelte für das Projekt UND ENDLICH eine Uhr, die stehen bleibt, wenn wir uns ihr nähern.

Das Kollektiv GÆG ist bekannt für spektakuläre, aber auch feinsinnige Kunstprojekte in der unberührten Landschaft. In guter Erinnerung ist ihr Projekt “passage2011“ (2011) geblieben,bei dem die Künstler-Alpinisten ein rotes Kunststoff-Boot von immerhin 150 Kilogramm Gewicht von Hand über den Alpenhauptkamm zogen und zur 54.Venedig Biennale brachten.
Im Jahr 2013 veranstalteten sie einen “powerwalk“ mit mitgetragenen Windrädern auf Europas größtem Gletscher, dem isländischen Vatnajökull. Im Jahr 2017 führte GÆG in “linear“ eine rechteckige Wanderung in den USA aus und zogen mit dem auf dem Rücken mitgetragenen silbernen Kugelschreiber imaginäre Staatsgrenzen durch die Staaten Utah, Wyoming und Colorado.
Im Sommer 2021 realisiert das Künstlerduo GÆG nun ein alpines Kunstprojekt am Julierpass in der Schweiz zum aktuellen Thema der sich verlangsamenden Zeit. Ist die bizarre Felsarchitektur des durch natürliche Erosion entstandenen Felsentores selbst bereits eine ungewöhnliche Erscheinung, hängt in dem Himmelstor obendrein eine riesige Uhr – ein wahrlich surreal anmutendes Objekt in dieser Landschaft. Offensichtlich verlangsamen sich die Zeiger, je näher man kommt. Vor dem Felsentor angekommen, regt sich selbst der Sekundenzeiger nicht mehr. Spätestens wenn man sich wieder entfernt und der Sekundenzeiger erneut anläuft, wird klar, dass man als Einzelperson Einfluss auf das Uhrenobjekt (oder gar den wirklichen Zeitverlauf?) hat.

Der Zugang zum Felsentor ab dem Ospizio unterhalb des Julierpasses ist in einer etwa 1,5 h dauernden Wanderung für alle Kunst- und Naturfreunde offen. Alle bisher bekannten notwendigen Richtlinien und Sicherheitsvorkehrungen können eingehalten werden. Der Aufbau der Installation entstand in Zusammenarbeit mit den Behörden im Kanton Graubünden und in der Gemeinde Surses und Domleschg. Auf den möglichst geringen ökologischen Fußabdruck im hochalpinen Raum wird geachtet. In den Tagen nach dem 23. September wird die Installation spurenlos wieder entfernt. Die benötigten Einzelteile der Installation wurden in einer inszenierten “Karawane” mit Freiwilligen und Mitarbeitern auf den Berg zum Felsentor getragen. Das Projekt wurde ab der Transportkarawane bis zur Fertigstellung von Fotografen begleitet. Ihre Film- und Fotodokumentation kann auf Anfrage ab der Fertigstellung gerne für Veröffentlichungen zur Verfügung gestellt werden.

Wir freuen uns, wenn Sie über das temporäre Projekt Und Endlich berichten oder am besten vor Ort besuchen. Gerne vermitteln wir ein Interview mit den Künstlern und freuen uns über Ihre Fragen.
Pressefotos versenden wir gerne, gerne können Sie sich aber auch hier das Presskit runterladen.


Herzliche Grüße!